Deutsche Stadtführungen durch Madrid

Ausblick Círculo de Bellas Artes

Durch die Veröffentlichung meines Buches „111 Orte in Madrid, die man gesehen haben muss„, habe ich verstärkt Anfragen für private Stadtführungen durch Madrid erhalten. Besonders gut gefällt meinen Gästen, dass ich meine Touren nicht zu trocken und geschichtslastig gestalte, sondern mit zahlreichen Anekdoten und Geschichten aus meinem Buch auffrische, die sie nach der Route nachlesen können.

Ganz gleich, ob wir die klassische Route durch das alte Madrid, durch das Schriftstellerviertel, den Retiro oder eine Tapastour machen – meine Besucher erleben Madrid aus einem direkten, persönlichen Blickwinkel und erfahren ganz nebenbei auch über das Leben und die aktuellen Umstände der Spanier. Durch meine Arbeit an einer deutschen Stiftung in Madrid bin ich besonders nahe am sozialen und politischen Geschehen und kann deshalb viele Eindrücke und die „aktuelle Lage“ vermitteln, die so in den deutschen Medien gar nicht unbedingt aufgezeigt wird.

Besonders begeistert sind meine Gruppen auch von den Trendvierteln Malasaña und Chueca, denn sie liegen sehr zentral, aber ein eher abseits der üblichen Touristenpfade. Hier kann man vor allem Einheimische erleben, wie sie das Leben und ihre Stadt geniessen.

Neben meinen Routen organisiere ich auch Events und Schülerreisen. Vom Hotel, über Restaurants, bis hin zum Tagungssaal und dem direkten Kontakt zu den Eventplanern der Hotels biete ich jeden Service an, den meine Gruppen wünschen.

Freuen Sie sich auf Madrid! Wenn Sie Hilfe oder Tipss benötigen, bin ich gerne für Sie da!

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111 Orte in Madrid, die man gesehen haben muss

111 Orte in Madrid

Wie gelangte ein Auto auf ein Hausdach im Madrider Zentrum? Welcher Geist treibt sein Unwesen im Haus der Sieben Schornsteine? Und warum duftet der unvergängliche Körper der Betschwester Mariana nach Apfelaroma? Seit wann hängt die Mona Lisa im Prado-Museum? Wo ruhen die Gebeine von Francisco Goya? Und wo steht das einzige Monument der Welt, das den leibhaftigen Teufel zeigt? Madrid steckt voller Geheimnisse.

111 Streifzüge durch Madrid

Madrid ist quirlig, laut und voller Leben. Die drittgrößte Haupt- stadt der Europäischen Union ist ein bunter Mix aus Tradition und Moderne und punktet neben klassischen Monumenten, herrschaftlichen Häusern, der berühmten Museumsmeile, jeder Menge Avantgarde und einem der beliebtesten Nachtleben der Welt mit gastfreundlichen Menschen. Und auch abseits der Touristenpfade, oder gerade mittendrin, gibt es viele kuriose Plätze, die in keinem Reiseführer erwähnt werden, und nur darauf warten, gesichtet zu werden. Insiderin Susanne Thiel hat für ihren Entdeckungsführer 111 reizvolle, spannende und geheimnisvolle Orte in der spanischen Hauptstadt aufgespürt. Es sind Orte, deren Geschichte nur den wenigsten bekannt sind. Mit ihrem Reiseführer kann sich jeder seine eigene »Schnitzeljagd« quer durch die Metropole zusammenstellen und immer wieder auf Überraschendes stoßen. Ein Buch für Kenner und Fans der Stadt und solche, die es werden wollen.

Susanne Thiel: 111 Orte in Madrid, die man gesehen haben muss

Broschur Köln: Emons Verlag 2013  ISBN 978-3-95451-118-1  240 Seiten € [D] 14,95 € [A] 15,40

Plaza Cibeles: Die Legende des Kybele-Brunnens

cibelesMadrids wohl bekanntester Platz wimmelt geradezu vor historischen und sagenumworbenen Gebäuden. Tagsüber sieht alles schon sehr beeindruckend aus; sobald die Dämmerung über Madrid einbricht und sich unzählige Strahler auf die Bauten richten, verschlägt es einem geradezu den Atem.

Es gibt kaum einen Reiseführer und oder eine Postkarte, auf der nicht das Wahrzeichen von Madrid abgebildet ist – der Kybele-Brunnen an der Plaza Cibeles. Die Königin Kybele ist phrygischen Ursprungs. In der griechischen Mythologie personifiziert sie die Erde. Gleichzeitig herrscht sie über die wilden Tiere, die ihr Gefolge bildeten. Am madrilenischen Kybele-Brunnen wird sie auf einem Karren dargestellt, der von zwei männlichen Löwen gezogen wird.

Die Legende berichtet allerdings etwas anderes. In Wirklichkeit handelt es sich bei den Löwen um das junge Liebespaar Hipomenes und Atlanta, die von Kybele bestraft worden sind und ihr Leben seitdem als Wildkatzen führen müssen. Wie kam es dazu?

Atlanta, die Tochter von Lassos, wurde von ihrem Vater nach der Geburt alleine in den Bergen ausgesetzt und von einer Bärin gesäugt. Später nahmen sie einige Jäger bei sich auf, und sie wuchs zu einer schönen Frau heran. Eines Tages befragte sie das Orakel nach ihrer Zukunft.

Das Orakel konnte nichts Gutes berichten. Im Falle einer Heirat würde Atlanta ihre Gestalt verändern. Kurze Zeit später traf sie überraschend auf ihren Vater, der sie zur Heirat drängte. Um zu verhindern, dass sich die Prophezeiung erfüllt, stellte Atlanta ihrem Vater eine Bedingung: Die Anwärter sollten mit ihr einen Wettlauf austragen, und der Verlierer würde durch ihre Hände getötet werden. Den Gewinner würde sie heiraten.
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Kennen Sie Tapas? Über verdreckte Fußböden und spanische Esskultur

Viele, die zum ersten Mal in ihrem Leben eine Kneipe in Madrid betreten, sind entsetzt. Rings um die Bar herum tummeln sich Garnelenköpfe, Papierservietten, Olivenkerne und Erdnußschalen auf dem Fußboden. Dieser Zustand ist jedoch keineswegs schändlich und sagt auch überhaupt nichts über die Qualität der Cafeteria aus.

Sie werden sehen, nach spätestens drei Tagen fällt Ihnen der Dreck genauso wenig auf, wie den Einheimischen. Und versuchen Sie bloß nicht, die Madrilenen vom Gegenteil zu überzeugen. Die sind nämlich sehr traditionsbewusst und nur wenig aufnahmefähig für diese Details, wie der verzweifelte Versuch der Stadtverwaltung vor ein paar Jahren zeigte: Man hängte in jeder Bar auf Kniehöhe praktische Abfallkörbe rund um die Theken, die bis heute so gut wie unbenutzt bleiben. Perle vor die Säue werfen, fällt einem dazu nur ein. Also merken Sie sich: Dreckige Fußböden und Tapas gehören zusammen, wie Cristiano Ronaldo und der Real Madrid.

Ein Stück Tortilla, gefüllte Teigtäschchen, Oliven, Meeresfrüchte-Salat, Chorizo-Wurst oder die Paella-Reste vom Vortag – es gibt unzählige Tapas-Varianten, die zum Bierchen zwischendurch gereicht werden und sich mittlerweile auch außerhalb der Grenzen Spaniens gröβter Beliebtheit erfreuen.

Die kleinen Snacks, die kostenlos zu Bier und Wein gereicht werden, lassen sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen, als Kutscher und Fuhrmänner ihren Alltag am Abend mit einer Runde Bier ausklingen ließen. Nicht selten artete der Feierabend in regelrechten Sauforgien aus, und die Kutscher landeten betrunken im Graben.
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Was ist eigentlich die „movida madrileña“?

Nach Francos Tod 1974 brodelte es in den spanischen Großstädten. Die jungen Leute wollten ihre neu gewonnene Freiheit so weit wie möglich auskosten.

In Madrid brach zu jener Zeit eine kulturelle Revolution aus, wie es sie nie zuvor gegeben hatte. Vor allem Bürgermeister Enrique Tierno Galván unterstützte die Bewegung, und viele verehren ihn bis heute als eine Art „Urvater“ der movida madrileña. Die Stadt organisierte Makro-Konzerte mit internationalen Rock- und Popstars, die dank Subventionen für jedermann erschwinglich waren. Und Stadtviertel wie Malasaña oder Lavapies wurden die neuen Szeneviertel und Hauptschauplätze des Madrider Nachtlebens. Man wollte endlich das Leben führen, das 40 Jahre lang unter Francos Repressionen verboten war.

Madrid war federführend. Von hier aus verbreitete sich die movida in ganz Spanien. Ähnlich wie bei der „Neuen Deutschen Welle“ gründeten sich Gruppen in den neuen angesagten Klubs, von denen viele mittlerweile Kultcharakter haben. Zu den berühmtesten Vertreter gehören Alaska y los Pegamoides, Gabinete Caligari, Nacha Pop oder La Unión. Das Trio Mecano („Hijo de la luna“) wurde auch über die spanischen Grenzen hinaus sehr erfolgreich.

Die movida war nicht nur für Spanien wegweisend. In Westeuropa tummelten sich vor allem britische Gruppen in den Spitzen der Charts, die neueste Sounds, Outfits und Trends frisch aus London mitbrachten. Gruppen wie The Clash und Depeche Mode suchten auch woanders Input und pilgerten nach Madrid, um sich von der movida inspirieren zu lassen.

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Neues e-book: Gut gebettet in Madrid

 

reisefuehrer_madridLassen Sie sich von der Lebensfreude der Madrilenen anstecken. Die Menschen sind ein offenes Völkchen, immer für einen kleinen Plausch zu haben, und stets hilfsbereit. Hier treffen Sie einen Mix aus Einheimischen und Spaniern aus anderen Provinzen an, die nach Madrid ausgewandert sind und teilweise schon seit vielen Generationen in der Hauptstadt leben.

Auch viele Einwanderer aus südamerikanischen Ländern haben in den letzten Jahren Madrid als neue Lebensmitte entdeckt. In den internationalen Konzernen, die sich in und rund um Madrid im Laufe der Jahrzehnte angesiedelt haben, arbeiten auch viele Europäer und Nordamerikaner, die gekommen sind, um zu bleiben.

Wer  einmal vom einzigartigen Ambiente und Lebensstil der Stadt angesteckt wurde, möchte oft nie wieder woanders leben. Madrid ist das administrative Zentrum Spaniens. Hier sitzt die Regierung, und hier lebt die Königsfamilie. Und es ist auch die Stadt mit den meisten Unterhaltungsmöglichkeiten, Kneipen und Restaurants in ganz Spanien.

Madrid ist die Stadt, die niemals schläft, aber jeder Besucher will sich natürlich während seines Aufenthaltes in dieser einmaligen Stadt gut aufgehoben und vor allem „gut gebettet“ wissen. Dieses Buch stellt Ihnen die schönsten und originellsten Hotels von Madrid vor, nach Vierteln sortiert, damit Sie auf einen Blick wissen, welche Sehenswürdigkeiten und Highlights in Ihrer Nähe sind.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß in dieser aufregenden Metropole!

Der Madrider Prado feiert seine eigene Mona Lisa

Mona LisaSie hat das gleiche geheimnisvolle Lächeln wie das Original: Die Rede ist von der Mona Lisa im Madrider Prado-Museum, eine Kopie des Werkes von Leonardo da Vinci, die Seite an Seite mit dem Meister von einem unbekannten Künstler erstellt worden ist.

Am Dienstag zog die „spanische Mona Lisa“, ebenso wie ihre weltberühmte Zwillingsschwester, Hunderte von Blicken auf sich und sorgte während Ihrer Präsentation in Madrid für einen regelrechten Tumult.

„Es handelt sich um die bedeutendste Version der Mona Lisa, die bislang bekannt ist“, erläuterte die für den Prado zuständige Kunstexpertin Ana González Mozo. „Diese Mona Lisa gehört bereits seit 1819 zum Inventar des Prado-Museums und wurde praktisch nie ausgestellt, da man sie für eine Kopie von vielen hielt.“, fügte sie hinzu.

Geändert hat sich diese Auffassung mit einem Auftrag des Louvres im Jahr 2010, der den Prado anlässlich der geplanten Da Vinci-Ausstellung im März um eine Studie des Bildes gebeten hatte. Bei der Restauration entdeckten die Experten überraschende Ergebnisse. So war beispielsweise der schwarze Hintergrund der Kopie erst im Nachhinein aufgetragen worden und verbarg die gleiche toskanische Landschaft, wie sie auch auf dem Original zu sehen ist.

Die Studien und die Restauration bestätigen die parallele Ausarbeitung der beiden Mona Lisas. Beide Figuren haben die gleichen Dimensionen, und selbst jede kleinste Korrektur, die im Original vorgenommen worden war, wiederholt sich im Bild aus dem Prado.
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